Ausgehend vom Resonanzbegriff des Soziologen Hartmut Rosa ging die Tagung „Kulturelle Bildung — eine Resonanzoase“, die am 17. und 18. März 2025 in der Akademie der Kukturellen Bildung in Remscheid stattfand, der Frage nach, inwieweit Ziele, Konzepte und Prozesse der Kulturellen Bildung mit der Resonanztheorie verknüpfbar sind. Ist Resonanz ein besonderes Qualitätsmerkmal transformativer Bildungsprozesse in der Kulturellen Bildung? Wodurch werden Beziehungs-, Erfahrungs- und Gestaltungsräume responsiv? Was verhindert Resonanz? Und was heißt dies für die aktuelle Feldentwicklung und die Verantwortung der Kulturellen Bildung für Resonanz im Hinblick auf gesellschaftliche Transformationsprozesse?

In meinem Impuls zur Tagung habe ich die Teilnehmenden dazu eingeladen, mit der TAE-Methode ihrem impliziten, leiblichen Wissen um Resonanzerfahrungen in intergenerationellen Settings Kultureller Bildung genauer nachzuspüren.
Die von dem Philosophen und Psychologen Eugene T. Gendlin (2004) entwickelte
erlebensbezogene und kreativitätsfördernde Methode Thinking at the Edge (TAE) zielt auf die phänomenologische Erforschung und Erkundung von implizitem leibkörperlichen Wissen. Die Methode hilft beim „Denken, wo Worte noch fehlen“ und bringt unser leibkörperliches Wissen mit dem logisch-analytischen Denken zusammen.
Welches implizite leibliche Wissen haben wir über intergenerationelle Resonanzerfahrungen in der Kulturellen Bildung? Welche Körpergefühle, Bewegungen, Gedanken, Bilder, Worte und Emotionen schwingen mit, wenn wir unserer leiblichen Resonanz auf gelingende Generationendialoge im Kontext Kultureller Bildungsangebote nachspüren? Und mit welchen Worten und Bildern lässt sich dieses leibliche Wissen über Resonanzen stimmig beschreiben?
