Die Universität Cottbus ist vom 27. bis 29. September 2023 Gastgeberin der Jahrestagung der Kommission Pädagogische Anthropologie der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Teilnehmende aus ganz Deutschland und aus Österreich kommen dazu nach Cottbus.
Im Mittelpunkt der Tagung stehen Menschenbilder, die im Zusammenhang mit dem Alter und Altern thematisiert werden. Dabei geht es nicht nur um individuelle Erfahrungsmuster, sondern auch um deren gesellschaftlich-kulturelle Rahmungen. Schlagwörter wie das der ‚alternden Gesellschaft‘ zeigen eine gesellschaftliche Thematisierung, in der das Alt-Sein als Problem erscheint. Die Tagung zielt darauf ab, solche aktuellen, aber auch historischen Bewertungen des Alterns und der alten Menschen zu bedenken und ihre pädagogische Bedeutung zu diskutieren — so verspricht es die Tagungsankündigung.
In meiner Keynote werde ich die normativ-normalisierende Macht von Alter(n)sbildern problematisieren: Welche Übergänge, passAGEn und Zusammenhänge bestehen zwischen Alter(n)sbildern und Kultureller Bildung im Alter? Mit welchen Praktiken von Un/doing Age lässt sich die Normativität von Alter(n)sbildern hinterfragen und neu einschreiben? Wie wird in der Kulturellen Alter(n)sbildung „Ageing Trouble“ gemacht?

Und: Welches Alternsbild ruft eigentlich das Titelbild des Tagungsprogramms auf? Die unsterbliche Qualle, die sich immer wieder aufs Neue verjüngt. Der Chronotopos der Verjüngung scheint in der Erziehungswissenschaft weiterhin Anziehungskraft zu entfalten. 🪼🪼🪼 Oder?

Bin gespannt auf die Diskussionen.
